Dieser Tag in der Geschichte: 28. Juli - Bachs Ende

Dieser Tag in der Geschichte: 28. Juli - Bachs Ende

Dieser Tag in der Geschichte: 28. Juli 1750

Johann Sebastian Bach galt als einer der größten Komponisten aller Zeiten und stammte aus einer Musikerfamilie mit sieben Generationen. Beethoven hielt Bach für den "ursprünglichen Vater der Harmonie". Sein Einfluss war so umfassend, dass sein Tod am 28. Juli 1750 das Ende der musikalischen Barockzeit darstellt.

Bach wurde am 21. März 1685 als jüngstes von acht Kindern in Eisenach (Deutschland) geboren. Er wurde von einem älteren Bruder großgezogen, nachdem seine Eltern im Alter von zehn Jahren verstorben waren. In Anbetracht seiner familiären Herkunft ist es nicht verwunderlich, dass der junge Johann schon als junges Kind herausragende Talente als Musiker und Sänger zeigte.

1703 erhielt Bach seinen ersten Job als Musiker in Weimar am Hofe von Herzog Johann Ernst. Dort war er sehr geschickt als Geiger und Organist. Zur gleichen Zeit erlangte er einen hervorragenden Ruf als Performer, und durch seine Fähigkeiten gewann er Ende 1703 schnell die Position des Organisten der St. Boniface-Kirche in Arnstadt.

Während seiner Zeit dort machte er Urlaub, um die 200 Meilen lange Reise nach Lübeck zu machen - zu Fuß -, um den bekannten Organisten Dietrich Buxtehude zu hören. Er verlängerte seinen Urlaub von einigen Wochen auf fünf Monate, nicht nur ohne Erlaubnis, sondern ohne dass jemand in St. Boniface benachrichtigt wurde. Das ging bei seinen Chefs nicht so gut an, wie man sich vorstellen könnte.

Von 1708 bis 1717 arbeitete Bach wieder für den Herzog Wilhelm Ernst von Weimar. Hier hatte er die Gelegenheit, mit vielen anderen professionellen Musikern zusammenzuarbeiten und einige seiner besseren Kompositionen zu schreiben. Er war inspiriert vom damals aktuellen italienischen Musikstil, insbesondere von Vivaldi, und verwendete dramatische Eröffnungen und harmonische Elemente in seinen eigenen Werken.

Im Jahre 1717 übernahm Bach eine Stelle am Fürsten Leopold von Anhalt-Cöthen. Herzog Wilhelm Ernst war anscheinend nicht glücklich, als er Bach mehrere Wochen lang als Geisel hielt, bevor er gehen konnte.

Bach komponierte in dieser Zeit einige seiner besten Stücke für Violine sowie Sonaten für mehrere Instrumente, Konzerte für Orchester und Tanzsuiten. Ein zutiefst religiöser Mann, selbst sein weltliches Werk, hatte die Spuren seines Glaubens, als würde er "INJ" (In Jesus Name) in alle seine Noten einschreiben.

Im Jahr 1721 gründete Bach eine Reihe von berühmten Orchesterkonzerten, die als "Brandenburgische Konzerte" bekannt sind. Leider heiratete der Prinz in diesem Jahr, und seine neue Frau war kein großer Musikfan. So wurde Bach neuer Organist und Lehrer an der Thomaskirche in Leipzig. Er diente auch als musikalischer Leiter der anderen Kirchen der Stadt.

Er komponierte Kyrie und Gloria im Jahr 1729, was wohl das größte Chorwerk der Geschichte ist. (Leider hat Bach es zu Lebzeiten nie gehört.) Anschließend wurde er zum offiziellen Komponisten ernannt.

Bach verlor sein Augenlicht um 1740, arbeitete aber weiter. 1747 besuchte er Friedrich den Großen, den König von Preußen, und komponierte für ihn direkt vor Ort eine dreiteilige Fuge. Im Jahr 1749 war Bachs Sehvermögen so schlecht, dass er operiert werden musste, um sie zu retten, stattdessen blieb er völlig blind. Er erlitt später im Jahr einen Schlaganfall und starb am 28. Juli 1750.

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