Dieser Tag in der Geschichte: 2. April

Dieser Tag in der Geschichte: 2. April

Heute in der Geschichte: 2. April 1805

Hans Christian Andersen wurde am 2. April 1805 in Odense, Dänemark, als Schuster und Waschfrau geboren. Obwohl sie arm waren, beschäftigten sich seine Eltern mit ihm und ermutigten ihn, seine Vorstellungskraft weiterzuentwickeln, indem er Puppenspiele veranstaltete und eigene Geschichten erfand. Seine Mutter führte ihn in die Welt der Folklore ein, bevor sie in einen ausgewachsenen Alkoholismus geriet.

Als Andersen 14 Jahre alt war, machte er sich nach Kopenhagen auf, um Schauspieler, Sänger oder Tänzer zu werden. Er hatte wenig Erfolg, knüpfte aber während seiner Zeit als kämpfender Darsteller wertvolle Verbindungen. Jonas Collin des Königlichen Theaters gewährte Andersen ein Stipendium für den Besuch der Universität Kopenhagen und während dieser Zeit begann er Gedichte, Theaterstücke und Geschichten zu schreiben. 1827 wurde sein erstes Gedicht „Das sterbende Kind“ in der Kopenhagener Post veröffentlicht.

Ab 1831 bereiste Andersen viele kreative Seelen wie Victor Hugo, Heinrich Heine, Charles Dickens, Balzac und Alexandre Dumas. Sein autobiografischer Durchbruchroman "The Improvisatore" wurde 1835 veröffentlicht. Er wurde ein internationaler Hit und der meistgelesene aller seiner Werke.

Andersens Hauptanspruch, heute berühmt zu sein, ist natürlich seine „Märchen und Geschichten“. Dank dieser Geschichten, die hauptsächlich zwischen 1835 und 1872 geschrieben wurden, wird Andersen oft als „Vater des modernen Märchens“ bezeichnet. Nur 12 dieser Geschichten sind es Der Rest ist bekanntlich aus älteren Volksmärchen abgeleitet und gilt als völlig original.

Mit schlechter Bildung lernte Anderson nie, wie man auf Dänisch formell schreibt oder geschickt schreibt. Daher ist sein Schreibstil sehr gesprächig, so dass seine Arbeit im Gegensatz zu anderen Autoren seiner Zeit für das moderne Ohr noch frisch erscheint. Seine starke Identifikation mit den Ausgestoßenen und Unglücklichen der Gesellschaft machte Andersens Erzählungen sehr überzeugend und glaubwürdig. Viele seiner Geschichten, wie „The Ugly Duckling“, haben das erhoffte Happy End, andere wie „The Little Match Girl“ dagegen nicht.

Die berühmte Opernsängerin Jenny Lind war die letzte in einer Reihe von unerfüllten Lieben in Andersens einsamem Leben. "The Ugly Duckling" war ihr Liebling unter Andersens Märchen, weil es sie so sehr an sich selbst als junges Mädchen erinnerte. (Sie soll die Inspiration für die "The Nightingale" sein - sie wurde als Swedish Nightingale bekannt.)

Andersen dachte anfangs nicht viel von seinen Märchen und hielt sie für künstlerisch und intellektuell für wenig wert. Im Laufe der Zeit überlegte er jedoch seine Position und begann, Märchen als „universelle Poesie“ oder Poesie zu betrachten, die alle kulturellen Grenzen überschreitet. Er sah sie als eine Form der Dichtung, die Literatur und Volkskunst kombinierte, um sowohl die komödiantischen als auch die tragischen Aspekte des Lebens auf eine Weise zu beschreiben, die sowohl Erwachsene als auch Kinder genießen, verstehen und unterhalten können.

Hans Christian Andersen starb am 4. August 1875 in Kopenhagen, Dänemark, an Leberkrebs.

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