Dieser Tag in der Geschichte: 14. April

Dieser Tag in der Geschichte: 14. April

Heute in der Geschichte: 14. April 966

Die Christianisierung Polens war eine kluge politische Entscheidung von Mieszko I., dem ersten polnischen Herrscher, der sein Land mit den Tschechen verbündete, die ebenfalls das Christentum angenommen hatten, und nicht mit den Deutschen, die das Heidentum noch praktizierten. Die Vereinigung des polnischen Volkes unter einem gemeinsamen Glauben war auch eine Möglichkeit, das Land und seine Verbundenheit mit Mieszko I. zu stärken. Dobrowa von Böhmen (ein tschechisches Königreich), Mieszkos Frau und ein frommer Christ selbst, galt als maßgeblich für die Förderung des Christentums in Polen. Diese Massentaufe gilt als Geburtsstunde des modernen polnischen Staates.

In der Woche vor der Massentaufe bereiteten sich die Teilnehmer des Abendmahls vor, indem sie Katechismuskurse besuchten und fasteten. Während der eigentlichen Zeremonie wurden die nach Geschlecht getrennten Gruppen getauft, indem ihnen heiliges Wasser über den Kopf gegossen wurde oder sie vollständig in Wasser eingetaucht wurden. Die Priester salbten dann die neuen Christen, indem sie mit heiligem Öl das Kreuzzeichen auf die Stirn setzten.

Am Karfreitag, 14. April 966, konvertierten Mieszko I. und der größte Teil seines Hofes zum Christentum. Es ist immer noch nicht bekannt, wo die Taufe stattfand, aber Gniezno oder Poznan scheinen die beste Wahl zu sein. Diese Taufmission endete hier nicht. Es verbreitete sich in ganz Polen mit dem Bau von Kirchen und der Gründung von Klerikern über viele Jahrzehnte.

Die neue Religion war nicht bei allen beliebt. Mieszkos Taufe reichte aus, um viele Polen zur Bekehrung zu überreden, aber andere waren nicht bereit, ihre alten Götter und althergebrachten Gebräuche aufzugeben, um eine Gottheit aus dem Nahen Osten zu verehren, von der sie noch nie zuvor gehört hatten. Das Christentum musste vom Staat durchgesetzt werden, was in den 1030er Jahren zu einem Volksaufstand gegen die Religion führte.

In einigen Gegenden Polens, beispielsweise in Pommern, dauerte es nicht etwa zweihundert Jahre nach der Taufe Polens, bevor das Christentum das Heidentum erlebte. Erst im 13. Jahrhundert war der christliche Glaube die dominierende Religion im ganzen Land.

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